Asylbewerber & Flüchtlinge

 

In den Münchner Aufnahmeeinrichtungen für Asylbewerber kommen täglich Menschen aus Drittstaaten an, die meisten hat die Flucht schwer traumatisiert. Erschöpft und der deutschen Sprache nicht mächtig landen die Bewerber in Auffanginstitutionen, die mangels Geld und Ressourcen den emotionalen Bedürfnissen der Menschen meist nicht gerecht werden können. Daneben herrschen häufig Vorurteile gegenüber Ethnien und Religionen innerhalb der Flüchtlingsgemeinschaften. Hinzu kommen Gefühle der Ausgrenzung und des Nicht-Gewolltseins in dem Land, das man um Aufnahme bittet.

 

Ingvild Goetz setzt sich dafür ein, Asylbewerbern und Flüchtlingen einen menschenwürdigen Aufenthalt zu ermöglichen - egal ob sie zurück geschickt werden oder bleiben. Ein Fokus liegt auf der Willkommenskultur und der Freizeitgestaltung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die gezielte Unterstützung von geflüchteten Frauen und Mädchen.

 

Refugio München 

Refugio München unterstützt seit mehr als 25 Jahren Menschen, die aufgrund von Folter, politischer Verfolgung oder kriegerischen Konflikten ihr Herkunftsland verlassen mussten und in Deutschland Schutz suchen. Refugio München

 

Refugio München hat unter anderem eine Frauenfachstelle eingerichtet, die sich an Frauen mit Fluchthintergrund wendet, die von politisch motivierter sexualisierter Gewalt und/oder Menschenhandel – vor allem Zwangsprostitution – betroffen sind.

 

In der Fachstelle können die betroffenen Frauen in Einzeltherapie ihre traumatischen Erlebnisse aufarbeiten. Ziel des Projekts „Schutz und Stärkung von Gewalt betroffener, geflüchteter Frauen durch spezifische Betreuung in der Frauenfachstelle“ ist, die Lebenssituation betroffener Frauen zu verbessern.  Die Beratung und Therapie durch die Frauenfachstelle stärkt die psychische Gesundheit der Frauen, verbessert ihre gesellschaftliche Integration und soll so auch zur Berücksichtigung ihrer besonderen Schutzbedürftigkeit bei der Anhörung im  Asylverfahren beitragen.

Zudem erhalten sie hier die Möglichkeit, eine Asylsozialberatung in Anspruch zu nehmen sowie an Gruppenangeboten teilzunehmen (u.a. sozialpädagogische Gruppe für Frauen oder therapeutische Stabilisierungsgruppe). Durch eine gute Vernetzung mit anderen Einrichtungen innerhalb Münchens und den Dialog mit den für die Anhörung der Frauen verantwortlichen Stellen sollen die Bedingungen im Anhörungsverfahren für die Frauen langfristig verbessert werden.

 

Ein weiterer Augenmerk liegt auf den Kindern der betroffenen Frauen, ihre Bedarfe im Blick zu halten und gegebenenfalls andere Fachkräfte einzubeziehen.

 

Anfang 2020 hat Ingvild Goetz mit einer Anschlussförderung die Finanzierung der erforderlichen spezifischen Leistungen der Frauenfachstelle übernommen. 

 

Geflüchtete Frauen stärken | IMEDANA e.V.

Seit 2016 finanziert Ingvild Goetz das Projekt "Geflüchtete Frauen stärken" des IMEDANA e.V. in Nürnberg. IMEDANA e.V. ist seit 2007 Trägerverein des Internationalen Frauencafés, einer Anlauf- und Beratungsstelle für geflüchtete, asylsuchende Frauen und ihre Kinder / Familien. Mit Ingvild Goetz'  Förderung wurden die Angebote ausgeweitet und die Organisation gestärkt. Geflüchtete Frauen erhalten eine umfassende Beratung und Begleitung sowie in besonderen Fällen materielle Unterstützung in Notsituationen. Außerdem wird einmal pro Jahr eine Seminarfahrt für 60 Frauen und Kinder angeboten, um ihnen eine kleine Verschnaufpause von den täglichen Sorgen und Ängsten zu verschaffen. IMEDANA e.V. arbeitet stark mit der Zielgruppe und nicht nur für diese, weshalb die Angebote außerordentlich gut angenommen werden. Ein anderes Ziel des Projekts ist es, dass sich die Organisation weiterentwickelt, damit sie ihre Arbeit auch in Zukunft nachhaltig umsetzen kann.  

 

Express Yourself & Filmabende | Innere Mission München

In der Inneren Mission München unterstützt Ingvild Goetz pädagogisch begleitende Aktivitäten wie Musik-, Malstunden und Filmabende. Sie finanziert schon seit vielen Jahren verschiedene Projekte, die zu mehr Toleranz beitragen sollen. Ein Musikpädagoge hält regelmäßig im Rahmen des Projekts EXPRESS YOURSELF Musik- und Gesangsstunden ab. Das Projekt umfasst auch Malgruppen für Kinder und Erwachsene. Für die vielen verschiedenen, sich nicht immer freundschaftlich verbundenen Nationalitäten und Religionen, die auf engem Raum monatelang zusammenleben müssen, ist dies eine Befreiung. Auch werden Filmabende getrennt für Männer und Frauen angeboten, wofür Ingvild Goetz die entsprechende Ausrüstung zur Verfügung stellt. Sie sollen dazu beitragen, den Sorgen des Alltags etwas zu entfliehen.

 

KONTAKTlinse | Villa Stuck

Im Rahmen des integrativen Medienprojektes KONTAKTlinse in der Villa Stuck können unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zusammen mit deutschen Schülern mit Videokunst zum Ausdruck bringen, was sie bewegt. Die Kunststiftung Ingvild und Stephan Goetz lädt jugendliche Flüchtlinge zu Workshops unter dem Titel "Be A Star!" ins Sammlungsgebäude ein. Das kunstpädagogische Workshopformat wurde von der Sammlung Goetz gemeinsam mit der Kunstagentur Filomele konzipiert.

 

Nothilfe Fonds Syrien | Save the Children Deutschland e.V.

2015/16 unterstützte Ingvild Goetz die Nothilfe von Save the Children in Syrien und den Nachbarländern, um die Menschen, die in Kriegsgebieten zurückbleiben, zu erreichen. Denn für viele Mädchen und Jungen, die mit ihren Familien in Syrien leben, ist jeder Tag ein harter Kampf ums Überleben. Kämpfe, mangelnde Versorgung, Krankheiten und Hunger zwingen täglich viele Kinder und ihre Familien – auch im Land selbst – zur Flucht. Die Lebensbedingungen in Syrien verändern sich ständig und sind zum Teil nur wenig vorhersehbar. Für Menschen in Not gilt es manchmal, sehr knappe Zeitfenster zu nutzen, um die Versorgung mit dem Notwendigsten zu gewährleisten.

 

Ingvild Goetz hat sich daher entschieden, einen Nothilfe-Fonds von Save the Children zu unterstützen. Dieser bietet den Mitarbeitern vor Ort die Möglichkeit, schnell und unbürokratisch auf neue Situationen – insbesondere innerhalb Syriens – zu reagieren und bereits bestehende Hilfe zügig auszuweiten. Sei es mit Notunterkünften, Essen und Trinkwasser oder durch den Zugang zu Bildung und psychosozialer Hilfe inmitten der akuten Krise.